Die hier angeführten erhörten Bitten zeugen nicht nur vom Glauben in die Wirksamkeit der Fürbitten des Seligen Hroznata, sondern sie können genauso als Ausdruck der Dankbarkeit für die Hilfe und die erhaltene Gnade verstanden werden. Sie sind als Aufmunterung für diejenigen empfehlenswert, die sich an diesen unseren himmlischen Wohltäter in ihren Nöten wenden möchten.
Im Einklang mit dem Dekret des Papstes Urban VII. erklären wir, dass den folgend beschriebenen Begebenheiten kein überirdischer Charakter zugeschrieben werden soll, solange sie nicht von der höchsten Autorität, nämlich von der Kirche, für solche erklärt werden.
Seit dem Jubiläumsjahr 1997 (100 Jahre seit Hroznatas Seligsprechung) kamen mehr als 30 Briefe aus Tschechien, Deutschland und der Slowakei von den Freunden des Seligen Hroznata, die von der erhaltenen Gnade und Hilfe auf seine Fürbitte sprechen. Es handelt sich um rührende Zeugenschaften von erhaltener Hilfe bei verschiedenen Erkrankungen (erfolgreiche Operation, schnelle Genesung, Überwindung psychischer Krise) oder bei alltäglichen Pflichten, in stressigen Familienproblemen, materiellen Bedürfnissen genauso wie bei der Lösung der Arbeitsprobleme, der Alkoholabhängigkeit oder bei der Rückgabe von entwendeten Sachen. Dank Hroznatas Fürbitten hat eine Familie ihren verschwundenen Sohn wieder gefunden. Man kann über die Gewinnung eines neuen Arbeitsplatzes, über die Verkraftung von schwierigen Situationen, von mehreren glücklichen Geburten, über die Versöhnung der Familienmitglieder lesen... Ein starkes Vertrauen zu der Fürbitte des Seligen Hroznata in den unterschiedlichsten Lebensumständen macht sich hier spürbar.
Einige konkrete Beispiele:
Namen und Orte sind nicht angegeben, den Autoren sind sie aber bekannt. Der Verlauf der Begebenheiten ist nur kurz geschildert und nur die wesentlichen Fakten sind erfasst.
Im Mai 1976 sind wir mit meiner Frau, kurz vor der Geburt unseres fünften Kindes, nach Brünn gefahren und nach den Einkäufen zum Bus geeilt, der Punkt 12:00 Uhr losfahren sollte. Unterwegs auf der heutigen Masaryk-Str. sind wir an einem Antiquariat vorbeigegangen und mein Blick fiel ganz zufällig auf das Schaufenster. Dort sah ich ein geöffnetes Buch mit einer Illustration von Schiff und Meer gerade auf der Stelle Hroznatas Geschichte. Ich bremste ein wenig und sagte meiner Frau von diesem Buch. Sie antwortete allerdings, dass wir es vielleicht fürs nächste mal lassen, dass sie schon müde sei und wir uns beeilen müssen. Die Aufhaltung hatte ca. zwei bis drei Sekunden gedauert.
Etwa 50 m weiter runter fuhren auf der Hauptkreuzung der S-Bahn-Linien gerade mehrere Straßenbahnen durch und im starken Verkehr standen vor den Gleisen schon viele Leute, die die Straße überqueren wollten. Wir, da uns nur noch ein paar Minuten bis Abfahrt des Busses blieb, wollten uns im Zeitdruck nach vorne durchdrängen, aber vergeblich. Plötzlich schrien die Leute auf, traten zurück und wir sahen, wie der hintere Wagen entgleiste und direkt in die Menschenmenge rast. Instinktiv traten wir auch zurück, aber da hat schon der Wagen mehrere Personen in den vorderen Reihen erfasst; ein Mann blieb unter dem Wagen liegen, viele waren verletzt, vor allem die aus der ersten Reihe. Meine Frau, die einen Schock erlitt, habe ich zum Eingang eines Lebensmittelgeschäftes fortgezogen. Da war schon das Unglück vollbracht, überall viel Blut, Leute jammerten und die Neugierigen kamen von allen Seiten. Kurz darauf sind Ärzte und Krankenschwestern aus einem nahe stehenden Hause heraus gelaufen. Auch ich habe den Verletzten geholfen. Mit meiner Frau dankten wir Gott für den Schutz und waren uns bewusst, dass auch wir in den ersten Reihen der Wartenden standen und erfasst werden konnten, wenn wir uns nicht ein paar Sekunden bei dem Buch mit Hroznatas Geschichte aufgehalten hätten.
Am 3. Juni ist unser fünftes Kind gesund geboren worden, die Tochter Monika, heute schon selbst Mutter von vier Kindern.
Gott dem Herrn sei für alles Lob und Dank!